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CampOpenOffice.org 2006

von Pinguinen, Bugs und Schlosshunden

Am Wochenende vom 11. bis 13. August 2006 fand das erste CampOpenOffice.org statt. Die zwanzig wackeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer nebst Schlosshund, die teilweise sogar aus der Schweiz angereist waren, fanden sich am Freitagabend in Diez in der Nähe von Limburg ein. Trotz der Anziehungskraft, die das Open-Source-Projekt auf alle ausgeübt hat, wollten einige aber lieber doch noch dem Stauhopping frönen, sodass wir erst gegen 19:00 Uhr nach dem gemeinsamen Abendessen die Kennenlern-Runde starten konnten, nicht jedoch, ohne zuvor auf den verwinkelten, engen Gängen unseres Herbergsschlösschens die Suche nach dem eigenen Zimmer anzutreten.

Nachdem auch diese Hürde genommen war, klärten die Gruppenleiter die Teilnehmer über die Risiken und Nebenwirkungen des Wochenendes auf. Davon sichtlich unbeeindruckt, harrten alle Anwesenden der Dinge, die da kommen würden. Obwohl im Reisegepäck leider kein Platz mehr für ausreichend Sonnenschein war, gelang es uns doch noch, den Sonnengott gnädig zu stimmen und wenigstens ein paar Sonnenstrahlen aufzusaugen.

Die brauchten wir auch für den kommenden Tag, denn nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht wurde es am Samstag ernst. Bei einer zunächst allgemeinen Einführung wurde mehr über die Geschichte und Struktur des Projekts erzählt. Darauf fanden wir uns in kleinen Gruppen zusammen, die sich unter der wachsamen und fürsorglichen Aufsicht der Gruppenleiter - allesamt gediente Mitglieder des Projekts - jeweils einem speziellen Thema widmeten. Zur Auswahl standen die Bereiche Qualitätssicherung (QA), Datenbanken und Marketing.

Zunächst gab es - passend zum Wetter - graue Theorie. Nachdem die Teilnehmer sich davon nicht schocken ließen, machten wir uns, gestärkt durch ein opulentes und nahrhaftes Mittagessen, in der zweiten Tageshälfte an ein praktisches Projekt, damit das soeben Gelernte auch gleich zur Anwendung kommen konnte. Während sich die Marketing-Gruppe im Jahre der reformierten Rechtschreibreform mit den Spitzfindigkeiten der deutschen Sprache beim Verfassen von Pressemitteilungen und dieser Nachlese intensiv auseinandersetzte, konzipierte die Datenbankgruppe eine Datenstruktur für die schon seit längerem geplante Kontaktdatenbank. Damit diese auch fehlerfrei genutzt werden kann, waren die QA-Kammerjäger damit beschäftigt, auch den letzten Käfer ausfindig zu machen und zu eliminieren.

Als ob diese Strapazen nicht schon genug gewesen wären, stellten die Schlossherren vor das Abendessen noch mehrere Prüfungen, bei denen jeder seine Heldenhaftigkeit unter Beweis stellen musste. Angetrieben durch den schmackhaften Duft von gegrilltem Fleisch und angespornt von der Aussicht auf königliche Preise, lösten alle die kryptischen Rätsel mit Bravour, sodass einem gemütlichen Abend nichts mehr im Wege stand.

Nur unterbrochen durch einige wenige Stunden Schlaf, tankten die tapferen Krieger beim Frühstück neue Energie, um sich ein letztes Mal in ihren Gruppen zusammenzufinden. Nachdem wir uns beim Mittagessen nochmals gestärkt haben und gemeinsam das Camp in großer Runde Revue passieren ließen, mussten wir uns leider wieder auf den langen Heimweg machen.

Motiviert durch die Erlebnisse des Wochenendes waren sich alle einig, dass das erste CampOpenOffice.org nicht das letzte gewesen sein sollte.

Fotos von Claudius Coenen: Link
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